|
In der nächsten Zukunft wird der weltweite Energie- und Rohstoffverbrauch weiter rasant steigen. Um den Energie- und Rohstoffbedarf der Bundesrepublik Deutschland zu decken, gilt es, in einer Übergangsphase deren Suche und Nutzung zu optimieren, und langfristig vor allem erneuerbare Energiequellen zu erschließen. Darüber hinaus ist es außerordentlich wichtig, die Kohlenwasserstoffe als bedeutende Ausgangsrohstoffe der verschiedensten Industriezweige für zukünftige Generationen zu erhalten und nicht als Energielieferant der nächsten Dekaden unwiderbringlich zu verbrauchen.
Preissteigerungen bei Primärenergieträgern wie Öl und Gas und das Fehlen von günstigen Alternativen werden in einer Übergangsphase die Exploration und Entwicklung bisher nicht lukrativer Ressourcen ermöglichen bzw. erforderlich machen. Gleichzeitig werden sich durch die Weiterentwicklung der geothermischen Technologie, durch die Steigerung des Wirkungsgrades und durch die Unabhängikeit der Geothermie vom Öl/Gas-Preis deren wirtschaftliche Erfolgsaussichten deutlich verbessern.
Die politisch erklärte Stärkung umweltfreundlicher Energiesysteme führt ebenfalls zu verbesserten Rahmenbedingungen für die Nutzung der Geothermie. Für den Zeitraum dieser Übergangsphase, gilt es den Wissenschaftstransfer aus dem Bereich der Kohlenwasserstoff-Industrie zu verbessern und die dort etablierten wissenschaftlichen Standards in den Bereich der Geothermie einzuführen.
Geleitet von der Erfordernis, ausreichend Energie und Rohstoffe für zukünftige Generationen zur Verfügung zu stellen, sowie einen Beitrag zur umweltfreundlichen und nachhaltigen Energieversorgung zu leisten, wurde das Heidelberger Institut für GeoRessourcen (HIGR) gebildet.
|